Ein großes Mosaik, das 1848 in Bergheim entdeckt wurde, gehört zu den Kunstwerken, die die Gründung des Musée Unterlinden veranlassten. Nur ein Viertel der ursprünglichen Oberfläche von mehr als 80 m2 ist erhalten. Nachdem es zuerst im Chor der ehemaligen Unterlinden-Klosterkirche untergebracht war, ist es nunmehr im Untergeschoss des Museums im Saal für römische Kunst zu sehen. Das vielfarbige Bodenmosaik mutet wie ein reich verzierter Teppich an. Ein aus zwei Strängen geflochtenes Band rahmt die raffinierte Komposition ein, die vor allem aus geometrischen Motiven, aber auch einigen bildlichen Darstellungen besteht. Neun in Vierpässe eingelassene Kreise, acht von gewölbten Vierecken umschlossene Quadrate sowie achtzehn kleine Quadrate mit nach innen gewölbten Seiten wechseln sich dabei ab. Sämtliche Motive werden ihrerseits von zwei ineinander verflochtenen Bändern umrahmt. Die Dichte des Dekors ist typisch für Werkstätten, die im 3. Jahrhundert nach Chr. in der Trierer Region arbeiteten.
Referenz
Marmortesserae und bunt gefärbten Steine
Jahr
3. Jahrhundert nach Chr.
Ausmaße
Gesamtoberfläche 80 m2; davon 18 m2 rekonstruiert
Status
Bergheim (Departement Haut-Rhin), „Bockenbruck“, Zufallsfund 1848