21. Jahrhundert

Musée Unterlinden

Place Unterlinden
68000 COLMAR

info@musee-unterlinden.com

+33(0)3 89 20 15 50

Öffnungszeiten

Mittwoch – Montag 9-18h
Dienstag geschlossen
1. Donnerstag im Monat 9-20h

24.12, 31.12.18 9-16h
1.1, 1.5, 1.11, 25.12 :
geschlossen

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts muss das Museum die modernen Kunstwerke regelmäßig abhängen und im Depot lagern, um Raum für Wechselausstellungen zu schaffen. 2003 wird das Stadtbad geschlossen und dem Museum zur Verfügung gestellt. Damit kann eine ambitionierte Erweiterung mit einer vollständigen Umstrukturierung der Sammlungen geplant werden. 2009 wird ein internationaler Architektenwettbewerb gestartet. Das Baseler Architekturbüro Herzog & de Meuron erhält den Zuschlag.

Für das Musée Unterlinden erarbeitete das Büro ein architektonisches und museografisches Projekt, wobei es sich ebenfalls Gedanken über seine städtebauliche Dimension machte. Grundlegendes Prinzip war die Wahrung des historischen Werdegangs des mittelalterlichen Klosters in Verbindung mit einem zeitgenössischen Neubau hinter dem Stadtbad, der durch eine unterirdische Passage mit dem Kloster verbunden wird.

Mit dem Neubau, dessen Volumen dem der Kapelle entspricht, schufen die Architekten eine Symmetrie im Raum hinter dem Stadtbad. Der Garten am Stadtbad erscheint als Pendant des Klostergartens.

Das Projekt von Herzog & de Meuron umfasst ebenfalls eine städtebauliche Dimension. Der Platz zwischen Stadtbad und Kloster ist zu einem belebten Ort in der Stadt geworden, dessen Attraktivität durch die Offenlegung des Sinn-Kanals und die Neugestaltung der Böschungen noch gesteigert wird. Dieser Platz wird durch das Kleine Haus geprägt, das eine wichtige Drehpunkt-Funktion in der städtebaulichen Gestaltung des Ortes einnimmt. Seine großen Öffnungen bieten einen Einblick in die unterirdische Galerie, die das Kloster mit dem Stadtbad verbindet. Die Formen des kleinen Gebäudes erinnern an das Eingangsgebäude zum Ackerhof, dem alten Klosterbauernhof.

Schließlich nahmen die Architekten auch eine museografische Neuordnung der Sammlung vor, deren Ausstellungsfläche sich durch die Erweiterung verdoppelt hat. Die alte Kunst ist im Kloster untergebracht, während die moderne Kunst in den neuen Flügel eingezogen ist.