Die Keramik-Sammlung

Musée Unterlinden

Place Unterlinden
68000 COLMAR

info@musee-unterlinden.com

+33(0)3 89 20 15 50

Öffnungszeiten
Mittwoch – Montag 9–18 Uhr
Dienstag geschlossen
1. Donnerstag im Monat 9–20 Uhr
1.1., 1.5., 1.11., 25.12 : geschlossen
24.12 und 31.12 : 9–16 Uhr

Die reiche Keramiksammlung des Musée Unterlinden dokumentiert die Entwicklung dieser Technik in den ostfranzösischen Manufakturen vom späten Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Bei den ältesten Exponaten handelt es sich um Fragmente von Öfen aus glasiertem Ton mit Reliefkacheln.

Im 18. Jahrhundert kommt die Technik der glasierten Fayence auf, die chinesisches Porzellan imitiert. Die 1721 in Straßburg gegründete Manufaktur von Charles Hannong produziert Fayencen, die anfangs mit chinesischen Weiß-Blau-Motiven verziert sind, um dann gegen Mitte des Jahrhunderts in eine Rocaille-Dekoration überzugehen. 1781 muss die überschuldete Fabrik schließen.

Angeregt vom Erfolg der Hannong-Dynastie, gründet der Baron de Beyerlé 1748 eine Fayence-Manufaktur in Niderviller. Das Musée Unterlinden zeigt ebenfalls Stücke aus der lothringischen Manufaktur von Lunéville wie auch der Colmarer Fabrik, die von der Familie Anstett gegründet wurde.

Das 19. Jahrhundert ist die Zeit der keramischen Experimente, die insbesondere in der Sèvres-Manufaktur von Théodore Deck durchgeführt werden. Das Museum zeigt mehrere orientalisch inspirierte Stücke wie auch einige Exemplare des berühmten „Bleu Deck“ des innovativen Elsässers Théodore Deck, der in Guebwiller geboren wurde.