Yan Pei-Ming – Im Namen des Vaters

Musée Unterlinden

Place Unterlinden
68000 COLMAR

info@musee-unterlinden.com

+33(0)3 89 20 15 50

Öffnungszeiten
Mittwoch – Montag 9–18 Uhr
Dienstag geschlossen
1. Donnerstag im Monat 9–20 Uhr
1.1., 1.5., 1.11., 25.12 : geschlossen
24.12 und 31.12 : 9–16 Uhr

Yan Pei-Ming – Au nom du père / Im Namen des Vaters

02.04 – 11.10.2021

Die Ausstellung, die normalesweise bis zum 06.09 geplante war, wird jetzt aussergewöhnlich bis zum 11.10.11 verlängert.

Eine spektakuläre Ausstellung zum Leben und Werk von Yan Pei-Ming
Im Frühjahr 2021 widmet das Musée Unterlinden in Colmar dem international renommierten Maler Yan Pei-Ming eine Retrospektive seines Lebenswerks. Pei-Ming ist vor allem für seine monumentalen, oftmals monochromen Gemälde in einer überaus kraftvollen und markanten Malweise bekannt.
In unmittelbarer Nähe zum Isenheimer Altar, dem herausragenden Werk der Museumssammlungen, ergibt sich eine völlig neue Lesart des Œuvres dieses Künstlers, der sich in seinem Schaffen mit den gleichen Themen auseinandersetzt wie Grünewald fünf Jahrhunderte zuvor: Herkunft, Religion und Opfertod.
Die Ausstellung „Yan Pei-Ming – Im Namen des Vaters“ gibt einen Überblick über vier Jahrzehnte Kunstschaffen und präsentiert erstmalig in Frankreich mehr als fünfzig wichtige Gemälde und ein Dutzend Zeichnungen und Aquarelle aus Museen und Privatsammlungen in Europa und China sowie aus dem Fundus des Künstlers.
Frédérique Goerig-Hergott, Chefkonservatorin im Musée Unterlinden, liefert mit dieser Ausstellung einen neuen, intensiven Einblick in Yan Pei-Mings Werk.

Einführung der Kuratorin
Die Geburtsstunde der Ausstellung im Musée Unterlinden liegt im Jahr 2012. Bei einem Besuch des Musée des Beaux-Arts in Nantes entdeckte ich dort Yan Pei-Mings Triptychon Nom d’un chien ! Un jour parfait  (2012).
Dieses Triptychon, das erste ganzfigurige Bildnis des Künstlers, erschien mir in seiner Eindrücklichkeit, seiner Frontalität und Vertikalität wie die Manifestation eines Wiedererstarken einer Selbstbehauptung. Diese neuartige, christushafte und monumentale Darstellung Yan Pei-Mings wirkte wie das Echo eines Werks, das fünfhundert
Jahre zuvor am entgegengesetzten Ende Frankreichs entstanden war, den Isenheimer Altar von Mathias Grünewald (1512-1516), jenem Meisterwerk der abendländischen Kunst in den Sammlungen des Musée Unterlinden.
Die Begegnung mit diesem Bild ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Ich wollte mehr über diesen international renommierten Künstler erfahren, der 2009 im Louvre ausgestellt wurde und dessen Schaffen ich zu kennen glaubte.
Denn trotz der Anerkennung, die er seit dem Ende der 1980er-Jahre in der Kunstwelt erfahren hatte und seiner von zahlreichen großen Ausstellungen begleiteten Karriere war eine Frage unbeantwortet geblieben: Wer ist Yan Pei-Ming?
Das Interesse des Museums an dem aus China stammenden Künstler, dessen figuratives und expressives Werk auch einige Polyptychen umfasst, korreliert zum einen mit den Themen Herkunft, Religion und Opfertod, die im Isenheimer Altar aufscheinen. Zum anderen stellt die Ausstellung die Frage nach der Identität des Malers, dessen
Verbindung zu zwei unterschiedlichen Kulturen seinem Œuvre einen universellen Charakter verleiht.
Mit rund fünfzig wichtigen Gemälden und einem Dutzend Zeichnungen und Aquarellen aus Museen und Privatsammlungen präsentiert sie eine völlig neue Lesart seiner vierzig Jahre währenden künstlerischen Karriere. Dabei steht der Blick auf die eigene Identität, die Entwicklung seines Stils und seine Rezeption der Kunstgeschichte im
Vordergrund; die von Porträts und Selbstbildnissen bestimmte Auswahl hinterfragt die Beziehung des Künstlers zu seiner Herkunft – von Mao über Bildnisse seiner Eltern bis hin zu den „Paysages Internationaux“ [ Weltlandschaften ]und Bildern von Shanghai.
Die Allgegenwart der Vaterfigur in seinem Schaffen und die darin erkennbare Suche nach der eigenen Identität ließen dabei den Untertitel naheliegend erscheinen: „Au nom du père“ [Im Namen des Vaters].
Den Abschluss der Ausstellung bildet ein bislang noch nicht ausgestelltes Werk, das Yan Pei-Ming eigens für die Ausstellung im Musée Unterlinden als zeitgenössisches Pendant zur Kreuzigung im Isenheimer Altar geschaffen hat.
Frédérique Goerig-Hergott
Conservatrice en chef, Musée Unterlinden
Kuratorin der Ausstellung

 

Cycle histoire de l’art | Yan Pei-Ming, Au nom du père
Nutzen Sie eine Nacht im Museum, um mehr über das Werk von Yan Pei-Ming zu erfahren.

Dates I

08/04, 22/04 à 18h30, « Yan Pei-Ming au musée Unterlinden « , par Frédérique Goerig-Hergott, commissaire de l’exposition
20/05 à 18h30 « Identité et humanisme chez Ming », par Christian Besson, historien de l’art
03/06 à 18h30, « Yan Pei Ming au musée Unterlinden »
24/06 à 18h30, par Eric De Chassey, historien de l’art, directeur de l’INHA
Durée I 1h
Tarif | Entrée libre
Lieu I Piscine – Entrée par le bâtiment des Bains
*Réservations et informations du lundi au vendredi au +33 (0)3 89 20 22 79 ou reservations@musee-unterlinden.com / le week-end au +33 (0)3 89 20 15 58 ou billetterie@musee-unterlinden.com