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Wifredo Lam (1902-1982)

Der Erwartete, 1971

Diese mit dem Bleistift und Pastellfarben ausgeführte Zeichnung hat eine beeindruckende Vorgeschichte, da sie dem Theoretiker des Surrealismus André Breton gehört hat, dessen Kunstsammlung 2003 verkauft wurde.

Der auf Kuba geborene Wifredo Lam wird schon sehr früh in den Voodoo-Kult eingeführt. Nach einem Aufenthalt in Madrid, wo er die Gemälde von Bosch und Breughel studiert, geht er nach Paris. Dort macht er die Bekanntschaft von Picasso und Miró. Ende 1939 befreundet er sich mit André Breton, den er 1944 auf Haiti wieder trifft.

Lams Zeichnung zeigt eine rätselhafte Totemfigur, die sowohl weibliche als auch männliche Züge aufweist. Mit den blockartig versetzten Flächen erinnert das Gesicht an eine Maske. Auf eine plastische Wirkung wird verzichtet. Mehrmals wurde Der Erwartete mit Orisha-Darstellungen verglichen, die in der Skulptur der Yoruba häufig anzutreffen sind. Die Orishas sind Gottheiten, die eine Hand ans Ohr legen, während sie die Bitten der Gläubigen anhören. Die Zeichnung lässt auch an zeitgenössische Arbeiten von Picasso oder Max Ernst denken. 

Wifredo Lam (1902-1982)
 

Wifredo Lam, Der Erwartete, 1942, Bleistift, Pastell, Kreide, Musée Unterlinden, Colmar

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