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Simone Boisecq (geboren 1922)

Der Faun, 1956

Der 2009 erworbene Faun von Simone Boisecq füllt eine Lücke in den Sammlungen, denn mit ihm werden sie durch eine Skulptur aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereichert. Er holt ebenfalls eine Bildhauerin aus der Vergessenheit zurück, deren Werke regelmäßig, aber stets auf vertrauliche Weise in die öffentlichen Sammlungen Frankreichs gelangen.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg trifft Simone Boisecq in Paris ein, wo sie die Bekanntschaft von Picasso, Brancusi und Zadkine macht. 1956 bekundet Germaine Richier Interesse für ihre Arbeiten. In mehr als einer Hinsicht nimmt der in demselben Jahr ausgeführte Faun eine Schlüsselrolle in ihrem Werk ein. Er stellt eine wichtige Etappe in der künstlerischen Praxis von Simone Boisecq dar, die Mitte der 1950er Jahre die Keramik nach und nach zugunsten des Materials Bronze aufgibt. Darüber hinaus ist der Faun repräsentativ für ihre Formensprache und ihre von mythologischen Wesen bevölkerte Vorstellungswelt. Mit seinem Lächeln und den beiden unterschiedlichen Hörnen scheint er auf die dualistische Natur eines jeden Lebewesens hinzuweisen, ein Thema, mit dem die Künstlerin sich immer wieder auseinandersetzte.

Simone Boisecq (geboren 1922)
 

Simone Boisecq, Der Faun, 1956, Zement, Stein, Musée Unterlinden, Colmar

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