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Der Schatz von Trois-Épis

Manchmal gibt es noch Zufälle, die dafür sorgen, dass ein richtiger Schatz die Sammlungen eines Museums bereichert. 1864 fanden Arbeiter bei der Restaurierung der Kapelle von Trois-Epis einen Kupferkessel, in dem ein Schatz versteckt war. Er wog gut 20 Kilo! Seit dem frühen 16. Jahrhundert kamen Pilger zur Kapelle und hinterlegten dort Votivgaben. Vermutlich wollte der Kaplan in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, dessen Begleiterscheinung das Elsass besonders schwer trafen, die angesammelten Schätze vor dem Zugriff der ausländischen Eroberer retten und verbarg sie wohl zu Beginn der 1630er Jahre unter dem Vorplatz der Kapelle. Im Kessel befanden sich nicht nur Münzen aus verschiedenen Ländern, sondern auch ein Willkomm (ein Zunftkrug, der rundum geht), mehrere Humpen, Trinkbecher und Schmuckstücke. Mit dem Schatz von Trois-Epis, der den Grundstock der Colmarer Sammlung von Objekten aus Edelmetall bildet, ist das Museum in der Lage, dem Publikum auserlesene Goldschmiedearbeiten der Renaissance zu präsentieren, die aus unterschiedlichen Produktionszentren stammen: Augsburg, Nürnberg, Basel, Freiburg im Breisgau und natürlich Colmar.

 

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Der Schatz von Trois-Épis
 

Der Schatz von Trois-Épis, 16. – 17. Jh., Gold, Silber, Stein, Musée Unterlinden, Colmar