Sie befinden sich hier : Home // Sammlungen // Mittelalter // Graphik // Zwei Männer, nebeneinander gehend

Martin Schongauer (um 1445-1491)

Zwei Männer, nebeneinander gehend

Aufgrund des kleinen Formats, der schematischen Raumdefinition und der betont schmucklosen Ausführung lässt sich dieser Stich der mittleren Schaffensperiode des Künstlers zuordnen. Diese Merkmale wie auch das profane Thema legen die Vermutung nahe, dass es sich um ein Modell für Handwerker handelte, die es in dem Druckverfahren ihrer Wahl ausführen konnten.

Mit Motiven, die als «orientalisch» empfunden werden — dem Turban und dem Krummschwert, dessen Heft das Profil einer Mondsichel hat —, bekundet Martin Schongauer sein Interesse für den damals kaum bekannten Orient, das er mit vielen Zeitgenossen teilt.  Ihre pittoreske Sicht des Morgenlandes entspringt jedoch weitgehend der Fantasie; so entspricht die Kopfbedeckung des rechten Mannes keiner bekannten Vorlage. Möglicherweise handelt es sich um Söldner orientalischer Herkunft, die zu dieser Zeit in den Armeen Europas häufig anzutreffen sind.

In Schongauers druckgrafischen Werk steht dieser Stich allein da; dafür gibt es mehrere Zeichnungen von seiner Hand, auf denen «exotische» Männer dargestellt sind. In seinen Skizzenbüchern tauchen wiederholt orientalische Gesichter mit Turban auf, die eine Reise des Colmarer Meisters nach Spanien oder Venedig nahelegen. Einen Beleg für eine solche Reise haben wir jedoch nicht. 

Martin Schongauer (um 1445-1491)
 

Martin Schongauer, Zwei Männer, nebeneinander gehend, zwischen 1480 und 1485, Kupferstich, Musée Unterlinden, Colmar

generic cialis uk sales over the counter viagra in the uk zithromax no prescription online kjøpe viagra i butikk tadalafil kaufen forum ketoconazole vente libre