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Keramik

Die Keramik-Sammlung des Museums bietet einen Überblick über die Entwicklung dieser Technik in den ostfranzösischen Manufakturen vom ausgehenden Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Bei den ältesten Exponaten handelt es sich um Fragmente von Öfen aus glasiertem Ton mit Reliefkacheln.

Im 18. Jahrhundert wird die Technik der emaillierten Fayence entwickelt, die das chinesische Porzellan nachzuahmen versucht. Die 1721 in Straßburg gegründete Manufaktur von Charles Hannong produziert anfangs Fayencen mit blau-weißen Motiven im chinesischen Stil; gegen Mitte des Jahrhunderts geht sie zu einem Rokoko-Repertoire über. 1781 muss das hoffnungslos verschuldete Unternehmen schließen. Die 1748 vom Baron de Beyerlé gegründete Fayence-Manufaktur in Niderviller eifert ihm nach. Schließlich präsentiert das Musée Unterlinden ebenfalls Arbeiten aus der lothringischen Manufaktur von Lunéville und der Colmarer Familie Anstett.

Im 19. Jahrhundert wurde immer wieder mit Techniken experimentiert, um die Keramikkunst zu erneuern. Auf diesem Gebiet tat sich vor allem der Direktor der Manufaktur von Sèvres Théodore Deck hervor. Das Museum besitzt mehrere Werke des in Guebwiller geborenen Elsässers: Fayencen im orientalischen Stil sowie Exemplare seines berühmten «Bleu Deck». 

Keramik
 

Keramik Galerie, Musée Unterlinden, Colmar