Sie befinden sich hier : Home // Sammlungen // 20. Jh. // Graphik // Henri Goetz (1909-1989)

Henri Goetz (1909-1989)

Kürzlich erwarb das Musée Unterlinden 12 Stiche von Henri Goetz, einem französisch-amerikanischen Künstler elsässischer Abstammung. Dieser Ankauf bereichert den Bestand an moderner Druckgraphik, in dem sich bereits Arbeiten von Johnny Friedlaender, Jeanne Coppel, Max Beckmann oder Otto Dix befinden.

1967 revolutionierte Henri Goetz mit der Erfindung des Carborundums die Druckgraphik des 20. Jahrhunderts. Dank dieses Verfahrens, das ihn zum größten Stecher seiner Zeit macht, kann sich der Künstler freier ausdrücken, mit innovativen Strukturen und Farben arbeiten. Goetz nahm Einflüsse der Surrealisten und dem abstrakten Expressionismus aus den USA auf; die lyrische Farbgebung der Nouvelle Ecole de Paris hinterlässt ebenfalls Spuren in seinem Werk. Wie Joe Downing, der ebenfalls amerikanischer Herkunft und in den Sammlungen des Museums gut vertreten ist, experimentiert Goetz mit zahlreichen Trägern und Materialien (Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik, Pastelfarben, Papyrus) und innovativen Techniken (Carborundum, erhitztes Pastell). Beiden Künstlern gemeinsam ist ebenfalls der Sinn für Farben und Texturen wie auch die abstrakte Formensprache.

Henri Goetz (1909-1989)
 

Henri Goetz, Ohne Titel, 1979, Carborundum, Musée Unterlinden, Colmar