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Großes Vorratsgefäß

Großes Vorratsgefäß, um 5500 v. Chr.

Die ältesten Keramiken, die im Elsass gefunden wurden, stammen aus dem Altneolithikum (um 5500 v. Chr.). Die Tonbehälter mit abgerundetem Boden weisen unterschiedliche Formen auf: große, meist unverzierte Vorratsgefäße, mittelgroße Töpfe, in denen Suppen und Getreidebrei gekocht wurde, sowie feineres Geschirr, das dem Verzehr von Nahrungsmitteln vorbehalten war. Die großen Behälter, die zur Lagerung von Körnern dienten, weisen eine oder zwei Reihen kleiner Henkel auf, an denen sie aufgehängt wurden, um kleine Nagetiere von dem Vorrat fern zu halten. Die Becher aus sehr feinem schwarzen Ton sind mit einem geritzten Linienband verziert, das charakteristisch für diese Keramik ist. Das wellenförmige, mit Punkten geschmückte Band, das den Gefäßkörper umspannt, hat nicht nur der Bandkeramik ihren Namen gegeben, sondern auch der Bandkeramiker-Kultur des Altneolithikums, die sich von 5500 bis 4900 v. Chr. erstreckt.

Großes Vorratsgefäß
 

Großes Vorratsgefäß, um 5500 v. Chr., Keramik, Musée Unterlinden, Colmar