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Der geschlossene Altar

 

Die Kreuzigung

An normalen Tagen waren die Flügel geschlossen, so dass man in der Mitte die Kreuzigung sah, und auf den Standflügeln den hl. Sebastian und den hl. Antonius. Der hl. Sebastian ist von den Pfeilen seiner Folter durchbohrt; ein scheußliches Ungeheuer versucht dem hl. Antonius Angst einzujagen. Die beiden Heiligen gewähren Schutz und Genesung: der hl. Antonius vom Antoniusfeuer, der hl. Sebastian vor der Pest. Die Kreuzigung ist eine der erschütterndsten Darstellungen der Passion Christi in der westlichen Kunst. Der grausam geschundene, von Wunden bedeckte und mit Dornen übersäte Körper des Erlösers sollte die Kranken erschrecken, sie aber gleichzeitig auch in ihrem Zwiegespräch mit dem Gottessohn, dessen Leiden sie teilten, trösten. Auf der rechten Seite des Gekreuzigten wird Maria von Johannes dem Evangelisten gestützt. Sie ist in ein weites weißes Gewand gehüllt, das an ein Leichentuch erinnert. Links vom Heiland steht Johannes der Täufer mit dem Lamm, das Christi Opfertod symbolisiert. Dass Johannes der Täufer hier dargestellt ist, mag überraschen: Da er bereits im Jahr 29 auf den Befehl des Herodes enthauptet wurde, konnte er der Kreuzigung nicht als Augenzeuge beiwohnen. Er war es, der das Neue Testament mit folgenden Worten verkündet hatte: „Jenem gebührt zu wachsen, mir aber, kleiner zu werden.” Sein Vorhandensein ist also symbolisch, denn er wird als letzter der Propheten betrachtet, die das Kommen des Messias verkündet hatten.  

Der geschlossene Altar
 

Grünewald, Hl. Sebastian, Kreuzigung, Hl. Antonius, Beweinung Christi, Mischtechnik (Tempera und Öl) auf Lindenholz

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