Punkte der Feindseligkeit Nr. 2

Der in Florenz geborene Alberto Magnelli war vorwiegend in Frankreich tätig, wo er ein Hauptvertreter der Abstraktion war. Mitte der 1910er Jahre trifft er in Paris ein, wo er Picasso, Léger und Matisse kennenlernt. Ihn reizt die radikale Aufgabe des Figurativen, die er allerdings erst 1936 nach einer Rückkehr zur Figuration vollzieht. In den 50er Jahren zeigen seine abstrakten Kompositionen gegensätzliche Formen, die von farbigen Konturen eingeschlossen werden, so auch in dem 1948 ausgeführten Gemälde Punkte der Feindseligkeit Nr. 2.

Magnellis 1990 in die Sammlungen des Museums eingegangenes Bild zeichnet sich durch übereinander gelagerte farbige Flächen aus, deren Verschachtelung sichtbar gemacht wird. Der Maler nutzt die Spannungen zwischen gebogenen und geraden Linien, um die Konflikte auszulösen, die der Titel andeutet. Die auf Grautöne beschränkte Palette wird durch rote Akzente belebt.

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