Sie befinden sich hier : Home // Sammlungen // 20. Jh. // Gemälde // Das Tal der Creuse, 1889

Claude Monet (1840-1926)

Das Tal der Creuse, 1889

1975 gelangte Monets Gemälde Das Tal der Creuse in den Besitz des Museums, so dass nun auch der  große impressionistische Maler in den Colmarer Sammlungen vertreten ist. Im Frühling 1889 hält Monet sich in Fresselines an der Creuse auf. Er entdeckt die von dem Fluss geformte Landschaft, die ihm seinen eigenen Worten zufolge «furchtbar wild» vorkommt. Von März bis Mai desselben Jahres inspiriert sie ihn zu einer Serie von neun Gemälden.

Um die Wirkungen des Lichts darzustellen, greift Monet auf das Prinzip der Serie und der Variationen eines Motivs zurück. Ab den 1890er Jahren wendet er es auf Motive wie die Kathedrale von Rouen, den Pariser Bahnhof Saint Lazare oder die berühmten Seerosen systematisch an.

Das Colmarer Bild zeigt das Tal bei Sonnenuntergang. Monet konzentriert sich auf die Darstellung von Erde und Wasser; im Gegensatz zu anderen Serien wird dem Himmel nur ein kleiner Bildraum zugeteilt. Auch die Farben, dunkel und grell zugleich, tauchen nur vereinzelt in Monets Werk auf. Manche Spezialisten haben denn auch die Beziehung zum Fauvismus und zum Expressionismus hergestellt, die Monet in diesem Bild vorwegzunehmen scheint.

Claude Monet (1840-1926)
 

Claude Monet, Das Tal der Creuse, 1889,
Öl auf Leinwand, Musée Unterlinden, Colmar