SCHENKUNGEN

2004 gingen drei Schenkungen in die Sammlung moderner Kunst vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu den 1960er Jahren ein, die schon vorher durch Schenkungen von Georges und Lia Coppel mit Werken von Jeanne Coppel und von Brigitte Coudrain mit Werken von Johnny Friedlaender bereichert worden war. Dadurch konnte ein neuer Bestand von Collagen und Stichen aufgebaut werden.

ANONYME SCHENKUNGEN

Armand Guillaumin
Die Ruinen von Schloss Crozant, 1898
Öl auf Leinwand
Pointe Notre-Dame de Trayas, 1913
Öl auf Leinwand

Frédéric Fiebig
Pont de la Tournelle, 1909
Öl auf Pappe

André Derain
Ländliche Szene, zwischen 1919 und 1920
Öl auf Leinwand

Georges Papazoff
Paysage imaginaire, 1931 – 1932
Öl auf Leinwand

Antonio Segui
Les segments des villes, 9. August 1989
Acrylfarben, Pastell und Öl auf Leinwand

SCHENKUNG CAMILLE BOURNIQUEL

Der Dichter und Schriftsteller Camille Bourniquel, der lange Zeit für die Zeitschrift Esprit unter der Leitung von Emmanuel Mounier und Albert Béguin arbeitete, ist neben Gaston Diehl und Pierre Francastel einer der bedeutendsten Kritiker der sogenannten "Peintres de tradition française". Er schenkte dem Museum Werke von Alfred Manessier, Gustave Singier und Elvire Jan.

Alfred Manessie
Mann mit einem Zweig, 1942
Öl auf Pappe

Alfred Manessier
Blaue Komposition, 1942
Öl auf Leinwand

Alfred Manessier
Frühling, 1968
Öl auf Leinwand

Alfred Manessier
Cheminée au bignon, 1975
Aquarell auf Papier

Elvire Jan
Das Atelier II, 1942
Öl auf Leinwand

Gustave Singier
Mit Klötzen spielendes Kind, 1943
Aquarell

SCHENKUNG FAMILIE ÉTIENNE, Paris

Diese Schenkung besteht hauptsächlich aus Werken von Hans Reichel (Würzburg 1892 – Paris 1958), von dem das Musée d’Unterlinden bereits einen bedeutenden Bestand besitzt — insbesondere das Heft mit Aquarellen, die Reichel während seiner Internierung im Lager von Gurs malte — , der 1976 durch eine Schenkung der Ehefrau des Malers Nathalie Schimek-Reichel in die Colmarer Sammlungen eingegangen ist. Das Museum nutzte den Anlass, um eine Retrospektive des Künstlers zu organisieren.

Hans Reichel
Drei große Formen, 1948
Aquarell auf Papier

Hans Reichel
Königlich, 1952
Aquarell auf Papier

Hans Reichel
Gedicht, 1957
Aquarell auf Papier

Hans Reichel
Porträt mit Fisch, 1929
Aquarell auf Papier

Hans Reichel
Cœur bleu, 1922
Aquarell auf Papier

(Schenkung als bloßes Eigentum)

SAMMLUNG JEAN-PAUL PERSON

Nach der Begegnung mit einem leidenschaftlichen Sammler konnte sich die Schongauer-Gesellschaft über Schenkungen aus der Sammlung Jean-Paul Person freuen:

Eugène CARRIÈRE
Jean-René Carrière, Geige spielend, um 1900
Öl auf Leinwand

Jean DEGOTTEX,
Metagraphie II, 1960
Öl auf Leinwand

Jean DEGOTTEX,
Suite Rose-noir, 5. August 1964
Öl auf Karte, aufgezogen

André DERAIN,
Der Gladiator, nach 1915
Bronze

André DERAIN,
Profil, um 1930
Aquarell auf Papier

Bernard FRIZE,
Sauvage, 1983
Acrylfarben und Lack auf Leinwand

Simon HANTAÏ,
Ohne Titel
, 1957
Öl auf Leinwand

André LANSKOY,
Subskription für einen Angriff, 1967
Öl auf Leinwand

Fernando LERIN,
Ohne Titel, v. 1968
Pastell

Marcelle LOUBCHANSKY,
Bathseba, 1956
Öl auf Leinwand

Louis NALLARD,
Sie wartet. Hommage an Mathias Grünewald und Francisco Goya, 1971
Öl auf Leinwand

NUNZIO,
Ohne Titel, 2003
Komposition auf Holz

Bernard SABY,
Ohne Titel, 1955
Öl auf Leinwand

Bernard SABY,
Ohne Titel, 1959
Öl auf Leinwand

SARKIS,
Être seul, 1964-65
Mischtechnik

Séraphine de SENLIS,
Dahlien, v. 1915
Öl auf Holz

Parallel zu seiner umfangreichen Tätigkeit als Journalist hat Jean-Paul Person Werke zusammengetragen, in die er sich, wie er sagt, „verliebt hat“. Er hat sich von seinem ästhetischen Instinkt leiten lassen, der sich im Lauf seines Lebens stets fortentwickelt hat. Die Sammlung umfasst 80 Werke von 50 Künstlern (Gemälde, einige Plastiken und Zeichnungen). Sie belegen einige Strömungen der französischen Kunstszene vom ausgehenden 19. Jahrhunderts bis heute aus der persönlichen Sicht eines Kunstliebhabers.

Es ist eine unkontrollierbare Leidenschaft, die mich auffrisst; diese Gemälde sind meine Freunde. In einem Gemälde entdecke ich zuerst den Menschen. Meine Gemälde sind nicht dazu da, um die Wände zu schmücken, sie sind Teil meines Lebens. Natürlich behaupte ich nicht, nur bedeutende Werke erworben zu haben. Ich kann jedoch sagen, dass es in meiner Sammlung nur Werke von richtigen Malern gibt, die mit ihrem Herz und ihrer Seele malen, für die das Malen ihr Lebensinhalt ist. Ich will, dass die Leute glücklich sind, wenn sie in dieser Ausstellung vor meinen Bildern stehen.“

Auszug aus dem Ausstellungskatalog "Collection Jean-Paul Person, œuvres du XXe siècle", 2004.

NEUERWERBUNGEN

NEUERWERBUNGEN 2004

Alfred Manessier
Grande Trappe, 1943
Aquarell auf Papier

Jean Le Moal
Die Lektüre, 1943
Öl auf Leinwand

Max Beckmann
Kreuzabnahme, 1918
Zeichnung

Jan Elvire
Mozart, 1962
Öl auf Leinwand

Jean Fautrier
Köpfe von Geiseln, um 1944
Zeichnung

NEUERWERBUNGEN 2006

Paul Rebeyrolle,
La souche, 2000
Von der Schongauer-Gesellschaft erworben

SCHENKUNGEN 2006

Herr Etienne schenkte sechs Arbeiten von Hans Reichel :

Glückliche Fahrt (1923), Portrait mit Fisch (1929), Cahier de Gurs (1942), Ohne Titel (1948), 12 Miniaturen (1955), Sombre (1955), Gedicht (1957).

//Jean Dubuffet, Don Coucoubazar, France, 1972
Colmar, musée d'Unterlinden. Photo : O. Zimmermann