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//Jean-Jacques KARPFF (1770-1829),
Portrait de Théophile-Conrad Pfeffel
(1736-1809),
fin du XVIII
e siècle,
peinture à la gouache et à l’aquarelle sur ivoire ovale.
Colmar, musée Unterlinden.
Photo : O. Zimmermann

//DIE MINIATUREN

Das ganze 18. Jahrhundert hindurch hat die Porträtkunst die traditionelle Gattungshierarchie unterwandert und Techniken erprobt, die weniger aufwändig als Staffeleibilder sind, so die Miniatur oder das Pastellbildnis.

Rund 30 Miniaturen aus dem 18. und dem 19. Jahrhundert, von denen die meisten Persönlichkeiten darstellen, die die örtliche Geschichte geprägt haben, sind durch Schenkungen oder Vermächtnisse in die Sammlungen eingegangen. In dieser Abteilung sind zahlreiche Werke aus der Glanzzeit dieser Maltechnik versammelt. Mit äußerster Präzision und Feinheit werden die Porträts auf einen kleinformatigen Bildträger aus Elfenbein gemalt. Darüber hinaus sind sie von soziologischen Interesse, da sie die neuen Gesellschaftsschichten dokumentieren, die aus der Französischen Revolution hervorgegangen sind und nach Anerkennung streben. Die kleinen Bildnisse, die für eine diskrete und intimistische Betrachtung gedacht sind, verschwinden mit der Erfindung der Fotografie.

Zwei Colmarer Künstler sind in dieser Gruppe besonders gut vertreten: Michel Hertrich (1811–1880) und Jean-Jacques Karpff, genannt Casimir (1770–1829), der um 1790 in Paris im Atelier von Jacques-Louis David arbeitete und dessen Ruf weit über die Grenzen des Elsass hinausreichte.