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GESCHICHTE DER SAMMLUNG
Seit Eröffnung des Musée d’Unterlinden im Jahr 1853 hat die Schongauer-Gesellschaft den zeitgenössischen Künstlern einen wichtigen Platz eingeräumt und das Museum mit der Aufgabe betraut, zu ihrer Bildung beizutragen. Louis Hugot, der erste Konservator, erwirbt eine große Zahl von Stichen. Sie legen den Grundstein für die neue pädagogische Mission, so wie er sie sich vorstellt. Die italienische, französische, holländische und flämische Schule sind hier gleichermaßen vertreten. Dank zahlreicher Schenkungen, manchmal von den Künstlern selbst, und bedeutender Leihgaben des Staates, der für die Förderung der öffentlichen Sammlungen Sorge trägt, konnte das Museum seine Sammlungen ausbauen.
Der gezielte Aufbau der Abteilung für moderne Kunst setzte in den 1960er Jahren ein, als das Museum bedeutende Werke kaufen konnte und Schenkungen erhielt (Friedlaender, Reichel), und begrenzt sich nicht auf den regionalen Rahmen. In einer ersten Phase konzentrierte sich die Sammlung auf Künstler, die in der Mitte des 20. Jahrhunderts arbeiteten (Bazaine, Bissière, Debré, Dubuffet, Soulages u.a.); dann wurde sie erweitert, um ein Panorama der französischen Kunst zu bieten (Delaunay, Monet, Picasso, Renoir, Rouault u.a.). In den 1990er Jahren sind zwei neue Schwerpunkte hinzugekommen: die Jahre von 1930 bis 1960 (Bram van Velde, Bissière, Geer Van Velde, Fautrier, Hélion, Magnelli) und der Dialog zwischen Frankreich und Deutschland (Baumeister, Bissier, Dix, Grosz, Beckmann).

//Vue de la Salle d'Art Moderne
Colmar, musée d'Unterlinden.
Photo : O. Zimmermann
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