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| //Frédéric Doll, Aiguière de baptême, étain moulé, fin XVIIIe siècle Colmar, musée d'Unterlinden. Photo : O. Zimmermann. |
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// LA COLLECTION DES ARTS DÉCORATIFS La section des arts décoratifs est remarquable par sa diversité: de belles pièces de mobilier du XVIIe et XVIIIe siècle côtoient notamment un ensemble de faïences et de porcelaines des manufactures de l’Est de la France du XVIIIe et XIXe siècle et des trésors d’orfèvrerie profane et religieuse. ÉTAINS ALSACIENS Die Abteilung für Kunstgewerbe besticht durch ihre Vielfalt: prächtige Möbel aus dem 17. und 18. Jahrhundert stehen neben Vitrinen, die in den ostfranzösischen Manufakturen hergestellte Fayencen und Porzellan aus dem 18. und 19. Jahrhundert, elsässisches Zinn, profane und sakrale Goldschmiedearbeiten und eine Glassammlung zeigen. Die Blütezeit der elsässischen Kunsttischlerei liegt in der Renaissance. Seit dem 16. Jahrhundert ist das Tischlerhandwerk streng reglementiert. Zur Erlangung des Meistertitels muss ein Meisterwerk, ein zweiteiliger Schrank, dessen Aufbau und Proportionen die Regeln von Vitruvs Baukunst befolgen, gezimmert werden. Der Schrank (Anfang des 17. Jahrhunderts), der aus dem Schloss der Grafen zu Rappoltstein stammt, orientiert sich ebenfalls an der Renaissance-Architektur. Der Säulenschrank mit 7 Säulen kennzeichnet die zweite Renaissance der Kunsttischlerei. Das Musée d’Unterlinden besitzt mehrere repräsentative Stücke aus renommierten Colmarer Werkstätten. Mit ihren Füllungen, die wie unabhängige Bilder gestaltet sind, steht die prächtige, aufwändig intarsierte Tür aus der ehemaligen Colmarer Kanzlei italienischen Vorbildern nahe. Mit Erzeugnissen aus den Manufakturen von Straßburg (Familie Hannong), Lunéville und Niderviller letztere zählte im 18. Jahrhundert zu einer der berühmtesten Manufakturen in Europa räumt die Sammlung der ostfranzösischen Produktion einen gewichtigen Platz ein. Bemerkenswert sind die Schablonen aus dem frühen 19. Jahrhundert, mit denen die elsässische Keramikerfamilie Hanstett (Manufakturen in Haguenau und Colmar) ihre Fayencewaren dekorierte. Eine Vitrine ist Théodore Deck gewidmet, der die Keramikkunst im 19. Jahrhundert erneuerte. Er kreierte mehrere neue Farbtöne, darunter ein leuchtendes Türkis, das unter dem Namen „Bleu Deck“ einen großen Liebhaberkreis fand. Die mittlere Vitrine präsentiert überwiegend elsässische Prunk- und Zunftobjekte (Kannen, Krüge, Becher) aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sakrales Gerät für den evangelischen Gottesdienst, Zinnschmiedearbeiten aus den Städten Colmar, Mulhouse, Ribeauvillé und Straßburg, Zinngeschirr aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, für das Tafelsilber als Modell diente, und eine Reihe von Krügen, die die Rolle des Weinbaus in Colmar, Mulhouse und Ribeauvillé unterstreichen, sind weitere Höhepunkte der Sammlung. Der Schatz von Trois-Epis Goldschmiedearbeiten, Schmuck und Münzen wurde 1864 bei Nivellierungsarbeiten am Platz vor der Kapelle von Trois-Epis in einem Kessel gefunden. Dort hatte ihn der Kaplan von Notre-Dame des Trois-Epis im Dreißigjährigen Krieg vergraben, um die wertvollen Votivgaben der Pilger vor der Plünderung zu retten. Der beeindruckende Schatz von Trois-Epis bildet den Grundstock dieser Sammlung von Objekten aus Edelmetall. Dekor und Form der einzelnen Stücke, die in der Renaissance geschaffen wurden, verweisen auf mehrere Zentren, die für die Qualität ihrer Produktion bekannt waren: Augsburg, Nürnberg, Straßburg, Kaysersberg, Basel, Freiburg im Breisgau und natürlich Colmar. Ein Humpen mit besonders originellem Algendekor vertritt die Straßburger Goldschmiedekunst. Ein Humpen aus vergoldetem Silber von außergewöhnlicher Qualität, eine Arbeit des Colmarer Meisters Johannes Kemser (1622 erwähnt), führt die Geschicklichkeit und das Können der Colmarer Goldschmiede vor Augen, die den Vergleich den großen Goldschmiedezentren Augsburg und Nürnberg nicht zu scheuen brauchten. Die Sammlung zeichnet die Entwicklung der Glaskunst vom 15. Bis zum 20. Jahrhundert nach: Gläser mit aufgetragener Verzierung (Stangenglas, Ende 15./Anfang 16. Jahrhundert; Römer, 17. Jahrhundert, ein für die Rheinebene typisches Glas), Gläser mit gravierter Verzierung (17. und 18. Jahrhundert), emaillierte Gläser (Becher, Fläschchen, Humpen, 17. und 18. Jahrhundert), Kreationen der Schule von Nancy darunter technische und ästhetische Meisterleistungen von Émile Gallé und den Gebrüdern Daum und schließlich Werke von Maurice Marinot, einem herausragenden Vertreter der Glaskunst des 20. Jahrhunderts.
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