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DER KREUZGANG
Geschichte des Museums
Le musée d’Unterlinden de Colmar est un des musées des Beaux-Arts de province les plus visité de France (220 000 visiteurs). Musée d’association, géré, depuis plus de 150 ans, par la Société Schongauer qui est dotée d’une autonomie financière et administrative, il est en même temps Musée de France, contrôlé par la Direction des
Das Musée d’Unterlinden in Colmar ist eines der meistbesuchten Museen der französischen Provinz (220 000 Besucher). Träger des Museums ist ein Verein, die Schongauer-Gesellschaft, die es seit mehr als 150 Jahren verwaltet und dabei über eine finanzielle und administrative Autonomie verfügt. Als „Musée de France“ untersteht es der Kontrolle der Direction des Musées de France.
Die Sammlungen sind in den gotischen Gebäuden eines ehemaligen Dominikanerinnenklosters untergebracht, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Im Zuge der Französischen Revolution gaben die Nonnen das Kloster auf; bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die verwahrlosten Gebäude als Militärkaserne genutzt.
Mehrere Ereignisse geben den Anstoß zur Gründung des Museums: 1847 gründet Louis Hugot die Schongauer-Gesellschaft und richtet ein Kupferstichkabinett ein; 1848 wird ein gallorömisches Mosaik in Bergheim entdeckt, das in der Kapelle des Unterlinden-Klosters deponiert wird. 1852 treffen die während der Revolution beschlagnahmten Kunstwerke ein. So werden die Klostergebäude vor der Zerstörung bewahrt und finden eine neue Bestimmung. Das Museum wird am 3. April 1853 eröffnet.
Architektur des ehemaligen Klosters
Das Unterlinden-Kloster kann als Gründungsbau angesehen werden, der sämtliche Bauwerke der Bettelorden im oberrheinischen Raum beeinflusste. Wenn es auch zum großen Teil seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt hat, so erfuhr das Kloster im Lauf seiner langen Geschichte doch zahlreiche Änderungen.
Da der heilige Dominikus keine Regeln für den Baustil seiner Niederlassungen aufgestellt hatte, folgen die Dominikanerkonvente im allgemeinen dem traditionellen Schema der Benediktinerbauten: zentrales Element ist der Kreuzgang, um den sich das Kloster entfaltet. Das Armutsgelübde des Bettelordens schlägt sich materiell in einer Architektur nieder, die nach einer Vereinfachung der Formen strebt.
Das älteste Gebäude liegt im Westen, an der Stelle, an der einst das Haus der Agnes von Mittelheim und der Agnes von Hergheim stand, der Gründerinnen des Klosters. In dem Gebäude waren das Refektorium und der heutige Kapitelsaal untergebracht, in dem die rheinische Plastik und die Hausaltäre aufgestellt sind. Der später errichtete Nordflügel enthielt die Vorratsräume und den Weinkeller. Der Schlafsaal erstreckte sich über den ersten Stock. Im 18. Jahrhundert wurde ein Fachwerkhaus (heute Eingang des Museums) angebaut, in dem sich die neue Küche und ein Erholungsraum befanden.
Die Kapelle wurde zwischen 1262 und 1269 erbaut. Sie besteht aus einem vierjochigen Langhaus mit einer Decke aus Balkenwerk und einem siebenjochigen Chor mit Kreuzrippengewölbe, der von einer Polygonalapsis abgeschlossen wird. Diese Bauart war im 13. Jahrhundert im Elsass verbreitet. Heute ist der Isenheimer Altar in der Kapelle untergebracht.
Der Kreuzgang wurde nach der Kirche in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert errichtet. Die vier mit Balkenwerk überdachten Galerien bilden ein fast vollkommenes Quadrat und geben den Blick auf einen Innenhof frei. Im 18. Jahrhundert wurde er um eine Etage aufgestockt, um Platz zu gewinnen und neue Zellen einzurichten. Der Kreuzgang hatte eine praktische Funktion, indem er die verschiedenen Gebaüde und die Kirche miteinander verband; als Ort der Meditation, des Gebets und von Prozessionen spielte er ebenfalls eine geistige und liturgische Rolle.
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